Perspektiven für Integration

Zwei aktuelle Studien liefern erste Ergebnisse zum Bildungsstand und zur Motivation von Flüchtlingen. Der Zuwanderungsmonitor des IAB bietet einen Überblick über alle im Verlauf eines Jahres zugewanderten Gruppen. Auffällig ist die starke Polarisierung beim Bildungsstand. Unter den 300.000 Flüchtlingen, die im Juli 2016 bei den Arbeitsagenturen als Arbeit suchend gemeldet waren, hatten jeweils 26 % einen Hochschulzugang und eine ebenso große Gruppe keinen Hauptschulabschluss. Der Bildungsstand unterscheidet sich stark nach den Herkunftsländern. Während in einigen Ländern schon seit Jahrzehnten eine funktionsfähige Infrastruktur nicht mehr besteht und der formale Bildungsstand daher sehr niedrig ist, hatten andere Länder wie z.B. Syrien ein relativ gut funktionierendes Bildungssystem.

Eine qualitative Analyse auf der Basis von Interviews mit Flüchtlingen bietet der IAB-Forschungsbericht 9/2016. Er liefert Analysen von den Fluchtursachen bis zu den ersten Ergebnissen von Integrationsprozessen sowie zu der Motivation und den Einstellungen der unterschiedlichen Gruppen und ihrer Einschätzung der eigenen Chancen in Deutschland. Auffallend ist eine hohe Motivation, selbst für den eigenen und den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Bildung und Berufsausbildung haben einen hohen Stellenwert, allerdings sehen Personen über 30 dies eher als einen Weg für ihre Kinder als für sich selbst.

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